Höhere Mehrwertsteuer auf Fleischprodukte – was bewirkt das ?

7. Januar 2017
Posted in Foodstory
7. Januar 2017 Marc

Höhere Mehrwertsteuer auf Fleischprodukte – was bewirkt das ?

höhere Mehrwertsteuer auf Fleischprodukte

Höhere Mehrwertsteuer auf Fleischprodukte hieß die Meldung die ich im Radio hörte. Das Bundesumweltamt kam also mit dem Vorschlag um die Ecke. Das statt dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent nun der Mehrwertsteuersatz von 19 % gelten soll. Da ja die Fleischproduktion erheblich zum CO2 Ausstoß beiträgt und somit Klimaschädlich ist.

höhere Mehrwertsteuer auf Fleischprodukte gut fürs Klima

Welche Wirkung hätte denn eine höhere Mehrwertsteuer auf Fleischprodukte ? Ich denke das so die Fleischproduktion in Deutschland gesenkt wird, ist eine romantisch verklärte Vorstellung. Warum denke ich so ? Zum Ersten ist es wenig sinnvoll Tierhaltung zum einen zu Subventionieren und auf der anderen Seite dann höher zu besteuern. Des weiteren würden Fleischproduzenten dann einfach mehr Fleisch exportieren. Was auch bedeutet das die Lieferwege länger werden und somit noch Klimaschädlicher. Die Produzenten haben ihre teuer bezahlte Infrastruktur auf eine Produktionsmenge ausgelegt. Sollte die Nachfrage in Deutschland sinken ,wäre also die erste logische Alternative neue Absatzmöglichkeiten ausserhalb Deutschlands zu erschließen und eben nicht die Produktionsmenge zu drosseln.

Alternativ ist es auch möglich das der Preisdruck auf die Fleischerzeuger zusätzlich steigt. Da die Verbraucherpreise stabil bleiben sollen. Immerhin hat der Lebensmittelhandel ein Interesse daran weiterhin möglichst viel abzusetzen. Und die hier herrschenden Konzerne wie Edeka, Rewe, Lidl und Schwarz,die Metro (Real und der Metro Großhandel) sowie Aldi haben eine massive Einkaufsmacht. Mit der sie Druck ausüben können. Das würde wiederum zu noch stärkerer Massentierhaltung führen.

Führt das zu weniger Fleischverzehr

Die Preiselastizität Für Fleischprodukte lässt auch nicht darauf schließen das sich das Verbraucherverhalten signifikant ändern würde. Die Subventionen innerhalb der EU für konventionelle Tierhaltung zu senken. Sowie Einfuhrzölle von Außer-EU Staaten an artgerechte Haltung nach EU Standart zu koppeln ist doch viel effektiver. Es ist ja erwiesener Weise sehr Blauäugig zu denken. Das ein globales Problem, wie den Klimawandel, mit nationalen Maßnahmen gelöst werden kann. Ich kann mir nicht vorstellen das ein Bundesumweltamt diese Fakten nicht kennt. So bleibt der bittere Geschmack. Hier wird nur wieder mehr von der Kaufkraft der Bürger durch den Staat abgeschöpft.

Ich finde eine artgerechtere Haltung der Tiere. Sowie eine Ernährung ohne Mastfutter sehr wichtig. Das verbessert auch maßgeblich die Qualität des Fleisches. Es erhöht aber auch den CO2 Ausstoß je Kilogramm Fleisch. Da die Tiere deutlich länger brauchen um das Schlachtgewicht zu erreichen. So bitter es ist, durch die Klimabrille ist Mast und Massentierhaltung sinnvoller. Das größte Problem beim weltweiten CO2 Ausstoß ist nunmal die massive Zunahme der Weltbevölkerung. Mehr Verbraucher bedeutet eben auch mehr Bedarf nicht nur an Lebensmitteln. Die Benötigten Acker und Weideflächen werden durch Rodung gewonnen. Sie zerstören so noch die natürliche Wiederaufbereitungsanlage für unsere Atmosphäre (die Wälder). Das ist das elementare Thema welches aber gemieden wird. Eine Eindämmung der Bevölkerungszuname ist weder in der Wirtschaft (irgendwoher muss das Wachstum ja kommen) noch bei den Wählern beliebt. Daher wird dieses wohl ungelöst bleiben.

Höhere Mehrwertsteuer auf Fleischprodukte - was bewirkt das ?

Comment (1)

  1. Ich glaube auch, dass ein erhöhter Steuersatz nichts bringen wird. Es könnte geschaut werden, wie sich die Absätze auf Hummer und Co. auswirkten mit den 19% Mehrwertsteuer – sie änderten sich wahrscheinlich nicht.

    Ich glaube nicht, dass das Bundesumweltamt da was regeln kann, viel mehr die Kultusministerien und ihre Bildungspolitik. Ernährung kommt in der Schulbildung zu kurz. Die Gesellschaft gehört sensibilisiert (Das man nicht täglich Fleisch essen muss) und auch die Gastronomie und Hotellerie muss lernen, nicht alles 50mal auf Vorrat zu haben – eine bessere Lagerwirtschaft ist von Nöten (Bin gelernte Köchin und fluchte oftmals über das Bestellverhalten meiner Küchenchefs) – wenn „aus“ dann „aus“.

    Ein interessantes Thema – ich habe es mal an meinen VWL-Lehrer (mache zZ meine Hotel-Betriebswirt) geschickt.

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